Naturfotografie mit Gefühl und Verstand

Naturfotografie ist meine große Leidenschaft und daher liegt mir die Bewahrung unserer Natur sehr am Herzen. Mein Ziel ist es, zum einen in meinem Sachbuch Essays über das Wesen der Naturfotografie zu veröffentlichen und zum anderen das Buch mit Naturmaterialien wie Graspapier und mit der ältesten Buchbindung der Welt, der Koptischen Bindung, selber kunststofffrei herzustellen.

Für mich gehören Naturfotografie und Umweltschutz untrennbar zusammen. Mein Wunsch ist es, mehr Menschen, Verlage, Buchhandlungen usw. dafür zu sensibilisieren, dass heute in einem Buch, vor allem in meinem Bereich der Fotobände usw. sehr viele Kunststoffe enthalten sind und Bücher nicht nur aus Papier, Pappe, ein bisschen Zwirn und Leim bestehen.

Neu: Podcast – Was hat Umami mit Naturfotografie zu tun?

Gesprochen von Tanja Esche (Schau mal ins Tanjas Instagram Account)

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Über den Inhalt

Die Naturfotografie ist deine Leidenschaft?

Gefühl und Verstand – Naturfotografie

Am Anfang einer Leidenschaft steht immer die Einarbeitung in die Grundlagen, in unserem Fall in die Kameratechnik. Danach beschäftigen wir uns meistens mit der Gestaltung und Komposition. Und dann? Diese Frage stellte ich mir, als ich alles gut beherrschte und gleichzeitig das Gefühl hatte, fotografisch auf der Stelle zu treten.

Wie kann man sich weiterentwickeln? Was steht hinter der Fotografie? Kann Naturfotografie überhaupt emotional sein? Woher kommt Inspiration? Spielt Spiritualität eine Rolle? Wie kannst du deine Wahrnehmung in der Natur verändern und warum ist nicht alles so, wie wir es wahrnehmen? Was ist dein »Warum«?

Viele Fragen, auf die ich Antworten gesucht habe. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Sachbuch der anderen Art. Statt einer Einleitung schreibe ich eine ganz kurze Biographie. Oft wurde ich gefragt, wie ich zur Fotografie gekommen bin und warum ich so fotografiere, wie ich zu meinem Bildstil gekommen bin und es war gar nicht so leicht zu beantworten, wenn ich nicht floskelhaft werden wollte. Mein Buch „Gefühl und Verstand“ ist nicht für jene, die technische Tipps und Tricks oder eine Fotografische Anleitung suchen, sondern ein Buch für kreative, nachdenkende sensible Menschen.

Meine Essays und philosophischen Betrachtungen zur Naturfotografie werden von meinem Homeworkshop „Jahreszeitenreise“ mit praktischen Kreativ- und Fotoübungen in vier unterschiedlichen Jahreszeitenboxen untermalt.
Weitere Infos unter www.jahreszeitenreise.de

Eine besondere Haptik: Text und Bild auf Graspapier

Die Ausstattung

Größe: 24×20 cm
Seiten: ca. 200 Seiten
Ausstattung: handgebundenes Hardcover mit Prägung,
offener Buchrücken in Kombination mit Koptischer, Japanischer- und Langstich-Bindung
Erscheinungsdatum: September 2021

Ökologisch, nachhaltig produziert

Mit meinem Naturfotografiebuch möchte ich meinen Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Tierschutz leisten. Nach langen Recherchen zu regionalen Medienunternehmen die mein Buch auf nachhaltige, faire und innovative Weise herstellen sollten, habe ich nach vielen scheinbar unüberwindbaren Hürden und Problemen beschlossen, das traditionelle Buchbinderhandwerk zu lernen und mein Buch komplett selber herzustellen.

Im gesamten Workflow habe ich darauf geachtet, dass möglichst keine oder nur ganz wenige Kunststoffmaterialien eingesetzt werden – dass betrifft sowohl Materialien als auch Buchbindermaschinen. So bekommt mein Buch keine umweltschädliche Folienverpackung. Die Fadenheftung wird nicht aus Plastik sein. Das Buchcover wird nicht foliert und der Titel umweltschonend geprägt.

Eines der größten Probleme der heutigen Buchproduktion ist, dass diese wenig umweltfreundlich ist. Die übliche Verfahrensweise in China zu drucken, in Polen zu binden und in Spanien veredeln zu lassen, ist für mich nicht zukunftsweisend!

Das fängt beim Papier an. Fast jeder zweite industriell gefällte Baum weltweit wird zu Papier verarbeitet. Das Traurige dabei ist, dass man beim Kauf eines Papierproduktes nicht automatisch sicher sein kann, dass dabei illegaler Holzeinschlag und Raubbau ausgeschlossen sind. Auch Papiere aus nachhaltiger Forstwirtschaft und FSC-Papiere sind davon betroffen. Das Papierproblem geht soweit, dass Recyclingpapiere aufgrund hoher Nachfrage, aus Frischfaserpapieren hergestellt und sozusagen „gefaked“ werden.

Aus diesem Grund habe ich mich für Graspapier entschieden, dass zu 40% aus Grasfasern (dessen Rohstoff von heimischen Wiesen gewonnen wird) und zu 60% aus Holzfrischfasern besteht und in Deutschland produziert wird. Graspapier wird umweltschonend ohne den Einsatz chemischer Zusatzstoffe und Wasser rein mechanisch aufbereitet. Es enthält keine unerwünschten allergene oder dermatologische Nebenwirkungen.

Der Druck:

Druckfarben im Offsetdruck bestehen aus Pigmenten, Harzen, Mineralölen und Additiven. Mineralöle sind zwar günstig, werden jedoch aus Erdöl destilliert und das hat wiederum einen negativen Einfluss auf Mensch und Natur.  Der Gebrauch von Chemikalien und Lösungsmitteln lässt sich beim Druckprozess zum heutigen Stand leider noch nicht gänzlich vermeiden, dennoch ist es mein Anspruch, den Einsatz so gering als möglich zu halten.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mein Buch mit einer Digitallaserdruckmaschine von Xerox selbst zu drucken. So wird das Buch erst gedruckt, wenn es bestellt wird. Es werden keine hundert Bücher auf Vorrat gedruckt, um sie nicht später makulieren und thermisch verwerten zu müssen. Es wird so nur das gedruckt was gebraucht wird, um Resourcenschonend zu arbeiten. Ich hätte das Buch natürlich lieber mit Biofarben im Offsetdruck realisiert, doch das ist aktuell unter Corona vor allem unter dem Aspekt einer Kleinstauflage finanziell nicht machbar.

Die Buchbinderei:

Fadenheftungen und Lesebändchen werden heute meistens aus Kunststoff hergestellt und Buchcover „veredelt“ man vielfach mit Lacken und Folien. Auch hier steht also das Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit eher hinten an, so sind einige Bestandteile eines solchen herkömmlich produzierten Buches sogar ein Fall für den Sondermüll.

Mein Naturfotografiebuch möchte ich so umweltfreundlich wie möglich produzieren. Daher bin ich aktuell dabei, in der örtlichen Schaubuchbinderei das traditionelle Buchbinderhandwerk zu lernen. So spare ich nicht nur lange Produktionswege, sondern kann selber darauf achten, wo Kunststoffe oder Chemie zum Einsatz kommt.

Bis auf den Digitallaserdruck kann ich ausschließlich kunststofffreie Materialien einsetzten.

Meine vom örtlichen Schreiner gebaute Buchbinder-Stanzwiege. Mit der Ahle stanze ich Löcher in den Papierrücken.

Das Buchcover besteht aus Graupappe und zwei in Deutschland produzierten Papierarten:
Zum einen das Gmund f.color natur (FSC Mix 70 %, DNV-COC-000795) bestehend aus FSC-zertifizierter Frischfaserzellstoff, pH-neutral, säurefrei und recyclingfähig.
Zum anderen das Creapaper Graspapier (FSCM CTUVDC-COC-101041 als FSC Mix Credit zertifiziert) das zu 40% aus Graspapier und 60% Holzfrischfasern besteht.

Der offene Rücken im Detail: Verbunden sind die Koptische, Japanische- und die Langstichbindung

Der Buchbinderzwirn: Das Buch wird mit naturfarbenen Bio-Baumwollgarn (Oeko-Tex® Standard 100 zertifiziert, 100% Baumwolle) gebunden, dass in Deutschland mit einer traditionellen Zwirnerei produziert wird und selbst Papphülse und Banderole bestehen aus 100% Recyclingpapier bzw. ungeblichenem Kraftpapier.

Ein Bild aus dem Bienengarten meiner Bienenpatin, die sich sehr für die Wesensgemäße Bienenhaltung engagiert.

Das Buchbindergarn wird zur besseren Verarbeitung mit Bienenwachs aus der Wesensgemäßen Bienenhaltung meiner Bienenpatin gewachst.

Der Leim: Zuletzt kommt Leim zum Einsatz, nämlich wenn der Buchdeckel kaschiert und das Vorsatzpapier am Buchdeckel befestigt wird. Hier verwende ich einen veganen Leim aus Maisstärke von der Firma Möko aus Leipzig.

Das Buchcover wird nicht gedruckt, sondern mit einer um 1900 gebauten Prägemaschine wird der Titel umweltschonend blind und ohne Heißfolie geprägt. Der Prägestempel besteht aus Messing und wird in Leipzig in einer seit 1880 bestehenden Gravuranstalt für mich hergestellt.

Die Maschinen:

In der Schaubuchbinderei arbeite ich mit sehr alten Buchbindermaschinen. Zum Teil wie die Pappschere arbeiten diese ohne Strom. Maschinen wie die Papierbohrmaschine habe ich gebraucht aus den 1950er Jahren gekauft oder wie bei dem gebrauchten Handhebelmesser darauf geachtet, dass Messer ausbaufähig und nachschleifbar sind.  Aus einer Betriebsauflösung konnte ich sehr alte, vor allem kunststofffreie Buchbindergeräte wie Scheren, Buchpresse usw. erstehen. Für die Koptische Bindung habe ich in der örtlichen Schreinerei aus Eiche mir eine Buchbinderwiege bauen lassen, um dort mit der Ahle und einem eigens aus Metall angefertigten Buchbinderlineal die Löcher für die Bindung zu fertigen.

Meine Qualifikation

Neben der Ausbildung in der Schaubuchbinderei habe ich diverse Onlinekurse belegt, um die älteste Buchbindung der Welt, die der Koptischen Bindung zu lernen. Da der Inhalt des Buches immer wieder Bezug auf die japanische Kunst und Ästhetik nimmt, kombiniere ich die Koptische Buchbindung mit der japanischen Bindung als auch mit der Langstichbindung. Zum einen um mehr Stabilität und Langlebigkeit bei der Benutzung zu erreichen als auch das Buch optisch zu einem handgebundenen Kunstwerk hervorzuheben.

Bei allen wichtigen Umweltschutzgedanken ist die äußere und innere Ästhetik des Buches mir die genauso wichtig.

Ich möchte mit meinem Workflow, dass umweltverträglich produzierte Bücher eine besondere Ästhetik haben und das Naturfotografie auch Umweltschutz bedeutet. Das eine bedingt das andere und findet sich schließlich in einem Kreislauf wieder zusammen.

Mein Musterbuch

Hier siehst du mein Musterbuch, bestehend aus Graspapier, Bio-Buchbinderzwirn und Maisstärke-Buchbinderleim.

Wie viele Kilogramm Kunststoff habe ich eingespart?

Die Frage „Wie viel Kunststoff steckt in einem Buch?“ ist normalerweise nicht einfach zu beantworten. Dafür gibt es zu viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Herstellung eines Buches.

Daher habe ich zur Berechnung des Kunststoffmenge mein eigenes Buch verwendet und kann nun die Frage beantworten, wenn ich mein Buch herkömmlich industriell hergestellt hätte.  

Grundlage war, dass mein Buch traditionell aus Heftzwirn, Dispersionsklebstoff, Zeichenband und Kaschierfolie hergestellt worden wäre.
Während Pappe, Karton, Graspapier und Vorsatzpapier unverändert bleiben.

Für die Berechnung habe ich mir professionelle Hilfe gesucht. Frau Prof. Heinze von der HTWK Leipzig hat mit mir zusammen gerechnet.

Grundlage der Berechnung war eine Auflage von 1.000 Büchern zu folgenden Parametern:

Format (hoch)                                 23,5 cm x 25,5 cm
Buchdicke                                       ca. 2,8 cm
Seitenanzahl (Umfang)                  264 Seiten
Bogenanzahl (16Seiter)                 16 Bogen
16 + halber Bogen
Inhaltspapier Graspapier               120 g/m²
Deckenbezugsmaterial                  Papier (Gmund)
Buchdecke nicht bedruckt, sondern mit dem Titel blind geprägt

Die Berechnung ergab folgende Werte:

1000 Bücher enthalten ca:

  • Heftzwirn Z 85/3 Nylon, weiß Spule 12.000 m, 85 Meter wiegen 1Gramm 70g (ca 6.000 Meter)
  • Dispersionsklebstoff: 30kg
  • Zeichenband (50m wiegen 1Gramm), 1.000g (500m)
  • Kaschierfolie Masse Folie 2.700g
  • Masse Klebstoff 1.400g

Insgesamt würden bei meinem Buch mit einer Auflage von 1.000 Stück ca. 35,575g Kunststoff eingesetzt werden, die ich nun komplett eingespart habe.

Das ist eine ungefähre Zahl, es ging mir auch nicht darum, es genau auf den Gramm auszurechnen. Sondern ein Gefühl dafür zu bekommen, wo überall Kunststoffe drin sind. 35Kg klingt erst einmal gar nicht so viel, aber man muss es auf die Masse der Bücher im Jahr hochrechen, die produziert werden. Denn bei meinem Buch ist noch kein Einschweißen berechnet oder andere Kunststoffbestandteile wie Kunstleder oder Kunstleinen, mit denen Buchdecken bezogen werden. Folienprägungen, Glitzersteinchen, Folienbilder und andere Materialien, mit den Cover gerne aufgehübscht werden. Der Einsatz von Kunststoffen in der Buchherstellung sind mannigfaltig.

Unterstützen | Über mich & Kontakt

Mein Buch wird mithilfe deiner Unterstützung veröffentlicht werden. Das heißt, ich brauche deine verbindliche Vorbestellung, wenn ich Buchprojekt in Handarbeit realisiere, um genau planen zu können, wie viel Bücher ich in Handarbeit binden und fertigstellen kann. Das habe ich für September 2021 geplant.

Wenn du das Buch gerne haben möchtest, dann trage dich in meine Unterstützerliste ein. So erhältst du alle Informationen, wenn die ersten Bücher bestellbar sind.

Preis:
Das Buch wird voraussichtlich kosten:
Early Bird Preis 99,- Eur inkl. 7% Mwst (limitiert auf die ersten 99 Bücher)
Regulär 120,- inkl. 7% Mwst

Hier kannst du dich für mein Buchprojekt als Unterstützer*In eintragen

„Fotografie aus Leidenschaft“, das ist das Motto der 1976 in Halberstadt geborenen künstlerischen Fotografin und Buchautorin Jana Mänz. Als Natur- und Landschaftsfotografin zeigt sie uns die Welt auf ungesehene Weise. Die Abbildung der Wirklichkeit lässt sie dabei gerne hinter sich, um mit ganz eigener Handschrift Bilder zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben. Gerne gibt Jana Mänz ihr Wissen weiter: Sie unterrichtet Fotografie und Bildbearbeitung. 

Jana Mänz - Fotografin, Buchautorin, Mentorin
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